Posts mit dem Label Spielvorstellungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Spielvorstellungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 25. November 2016

Ersteindruck Gwent – Closed Beta Review


Bei dem neuesten Projekt von CD Projekt Red ist die Closed Beta gestartet und ich durfte mir einen ersten Eindruck von dem neuen Kartenspiel vermitteln.

Gwent ist das Kartenminispiel, dass beim Rollenspielhit The Witcher 3 integriert ist. Dieses Minispiel ist nun als eigenes Spiel in Entwicklung. Dabei werden, wie im ursprünglichen Titel, Karten in drei Reihen entsprechend für Nahkampf, Fernkampf und Artillerie platziert. Jede Karte hat einen Stärkewert, der dann zusammengerechnet wird. Wer die meisten Punkte sammelt gewinnt die Runde. Zusätzlich gibt es noch einige Karten, die die eigenen Karten stärken oder die des Gegenspielers schwächen oder vernichten.

Dabei bietet das neue eigenständige Gwent wie erwartet zwar deutlich mehr Interaktionen als das in The Witcher 3 integrierte Minispiel, doch von einer Spieltiefe wie bei Magic The Gathering ist man noch meilenweit entfernt. Hier bleibt abzuwarten, ob das Spiel mit der aktuell in der Beta vorhanden Komplexität genug Abwechslung bieten kann, oder das bisherige System ausgebaut wird. Nicht zuletzt lebt ein Sammelkartenspiel von den Möglichkeiten des Deckbaus.  

Work in Progress - Das Schlachtfeld
Nach nur wenigen Spielstunden vermisse ich schmerzhaft eine Funktion. Es gibt keinen Chat. Ohne Sprach- oder Textchat bleiben meine Gegner immer anonym und bieten mir während des Spiels kein Feedback. Somit kann ich mir kein Bild von meinem Gegenüber machen. Das fehlt mir bei fast allen TCGs auf dem PC und ist der Grund, weshalb ich mich bislang für solche Spiele immer nur sehr kurz begeistern kann, dann wieder an den Spieltisch unseres Magic Stammtisches zurückkehre und das virtuelle Kartenspielen ad acta lege.

Schon in dieser ersten Beta Phase ist der Shop im Spiel freigeschaltet und offenbart ein durchaus übliches Boostersystem, bei dem gegen harte Euros und ab und zu auch durch eine Ingame Währung zufällige Karten erworben werden können. Die Preise sind dabei durchaus normal im Vergleich zu anderen Kartenspielen. Bei den seltenen Karten gibt das Spiel immer drei Karten zur Auswahl, was zumindest eine wesentlich bessere Chance bietet eine passende Karte für die eigenen Decks zu erhalten.
Work in Progress - Hier der Shop, die Preise können sich noch ändern.

Dieses Booster und Ingame-Shop System ist das Einzige, was ich zum Thema Jugendschutz zu bemängeln habe. Das Spiel ist verständlich, kommt ohne explizite Szenen aus kann somit auch von jüngeren Spielern ohne weiteres gespielt werden. In der aktuellen Closed Beta ist sogar schon eine gute deutsche Übersetzung enthalten, die andere Spiele selbst Jahre nach dem Release nicht hinbekommen. Die einzelnen Matches dauern zwar in der Regel nur etwa eine viertel Stunde, doch spielt man oft gegen andere Spieler und kann somit nicht ohne weiteres eine Pause machen oder die Runde beenden. 
Wie schon mehrfach erwähnt, ist das Spiel noch in der geschlossenen Beta Phase und somit noch in der Entwicklung. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass sich an dem Spiel noch einiges ändert. Das können auch komplette Systeme sein. Doch schon jetzt läuft das Spiel bis auf ein oder zwei Serverprobleme ohne Abstürze, ohne Verzögerungen und sehr flüssig.

Freitag, 28. Oktober 2016

Review: Heroes and Generals – Free to Play Teamshooter aus Dänemark



Lange habe ich nach einem ordentlichen neuen Ego Shooter gesucht, der mal wieder den zweiten Weltkrieg zum Thema hat. Mit Heroes and Generals habe ich einen gefunden, der dann auch noch „gratis“ daher kommt und damit wirbt, dass neben den „Heroes“, dem EgoShooter Part, auch noch ein „Generals“-modus als Strategiespiel enthalten ist. So wähnte ich mich schon im Vorfeld als der General der seine Freunde in der Schlacht unterstützt und die Kriegsleitung übernimmt, um gemeinsam zum Sieg zu fechten.

Natürlich beginnt man in Heroes and Generals nicht als General, sondern als ein normaler Infanterist im Mannschaftsrang. Dabei entscheidet sich jeder Spieler zunächst für einen ersten Charakter, der einer der drei Fraktionen Amerikaner, Sowjetunion oder Deutschland angehört. Wichtig: sprecht euch mit euren Freunden im Vorfeld ab, welcher Fraktion ihr angehören wollt. Weitere Charaktere kosten eine Menge Credits und Fortschritte sowie Ausrüstung werden nicht von älteren Charakteren mitgenommen. Der gespielte Charakter wird durch eure Taten in den Gefechten befördert, was in erster Linie den Sold und damit die erspielbaren Credits erhöht. Diese Credits braucht ihr im Spiel für alles. Neue Ausrüstung, Munition und Reparaturen müssen ebenso von den Credits bezahlt werden, wie weitere Charaktere, Karrierelaufbahnen und Fahrzeuge. Gleichzeitig gibt es, wie bei „Free to Play“ üblich eine Premium Währung mit der man mit Echtgeld einkaufen kann.
Auch Kämpfe mit drei Fraktionen sind möglich.

In Heroes and Generals ist es möglich Panzer zu fahren, sowie als Aufklärer bzw. Scharfschütze das Spielfeld aus sicherer Entfernung zu beobachten, als auch im Jagdbomber die Streitkräfte zu unterstützen. Interessant ist jedoch vor allem, dass ihr nie alleine in den Krieg zieht. Heroes and Generals legt einen sehr großen Wert auf das kooperative Multiplayererlebnis. So wird der Spieler nicht nur immer in seiner Fraktion mit anderen zusammenspielen, sondern auch in Kampfgruppen von mindestens drei Spielern zugeteilt. Diese Kampfverbände lassen sich auch mit Freunden aus der eignen Freundesliste besetzen. Jedoch müssen alle Spieler der gleichen Grundeinheit, also zum Beispiel Fallschirmspringer, entsprechen. Dadurch ergeben sich sehr fokussierte und schlagkräftige Truppen, die jedoch auch von den anderen Spielern im Team abhängig sind.

Gleichzeitig kann ein Truppführer ab dem zweiten Level seinem Trupp grundlegende Kommandos geben, die einem „Greife dort an“ oder „Verteidige hier“ entsprechen. Das sorgt dafür, dass der Trupp in der Regel das gleiche Ziel verfolgt und sorgt durch die Bonuserfahrung, die in der Nähe solcher Ziele erhalten wird, auch bei fremden Spielern für ein recht gutes Teamplay. 

Das Spiel selbst ist ein solider, wenn auch kein besonders innovativer Taktikshooter. In den grundlegenden Spielmodi gewinnt im Regelfall immer das  Team, das die Punkte auf der Karte am besten verteidigt und vom Gegner einnimmt. Dem entspricht auch die Grafik, die recht ordentlich ist, jedoch heute sicher keinen Schönheitspreis mehr gewinnt und deutlich gegenüber anderen Spielen, wie der Battlefield oder der ARMA Serie, unterlegen ist.

Der Kampfberich offenbart, dass Töten kaum Erfahrungspunkte bringt.
Auch das Gameplay entspricht einem Standardshooter. Es gibt keine Mechaniken die besonders hervorzuheben sind und dennoch ist dies gerade eine der großen Stärken. Das Spiel läuft in der Regel langsamer als ein Battlefield ab und bekommt dadurch eine bessere Lesbarkeit. Durch die festen Kampftruppen, die gerade nicht mal eben zwischen Jet, Kampfpanzer und Fallschirmspringer wechseln können, entstehen zuweilen schön ausgeglichene Frontkämpfe, an denen ein gut organisiertes Team Frontabschnitte erobert oder gezielt Gegner ausschalten kann.

Da das reine Töten von Gegnern nur selten zum Ziel gehört, noch weniger Erfahrungspunkte und überhaupt keine Credits einbringt, ist das Erfüllen der strategischen Ziele wichtiger und die Spieler verlassen sich nicht nur auf die eigenen Kills. Dadurch entstehen gezielte Angriffe auf Positionen. Heroes und Generals fordert jedoch den Spielern durchaus ein gutes Spiel ab. So kann ein Panzerfahrer nur durch ein kleines Fenster blicken. Wenn er also von seinem Kampftrupp nicht ordentlich unterstützt wird, bleibt nur der Blick aus der Lucke. Auf diesen Moment freuen sich natürlich die gegnerischen Scharfschützen und Infanteristen, denen es oft an panzerbrechender Ausrüstung fehlt. Wenn der Panzerfahrer sich jedoch nicht umschaut, hat er praktisch keine Möglichkeit Minen zu entdecken oder sein Umfeld großflächig zu sondieren.

Das Zusammenspiel ist also in Heroes and Generals einer der grundlegenden Pfeiler und für mich eines der besten Systeme seit der DayZ Mod von Arma. Dennoch hat Heroes and Generals für mich einige Kritikpunkte, die mehr als nur an der B-Note kratzen.

Da ist zum einem das Free-to-Play Modell. Wie nicht anders zu erwarten, verfügt das Spiel über einen gewissen Grindfaktor. Der ist diesmal jedoch wirklich exorbitant. So habe ich nach über 40 Stunden Spielzeit noch immer keinen Zugang zu den Generälen und es ist auch nicht absehbar, dass ich mir in den nächsten 100 Spielstunden einen solchen leisten kann. Was leider auch der Grund ist, weshalb im aktuellen Test von mir nichts zum Strategieteil enthalten ist. Dieser extreme Verzögerungsfaktor fällt auch schon auf, wenn es darum geht andere Waffen, Tarnkleidung oder andere Soldaten zu kaufen.

Doch auch im direkten Spiel gibt es ein paar Punkte. Die Spawngebiete sind mit den eroberten Gebieten verknüpft und können dadurch bei einem schnell vorrückenden Gegner schon mal in die Gefechtsgebiete geraten oder die Spieler weit entfernt der eigentlichen Kampfzone spawnen lassen.

Gerade bei den Startinfanteristen ist der Deutsche mit dem Gewehr 43 den anderen deutlich unterlegen. Da nicht ohne weiteres die Waffe gewechselt werden kann, fällt dieser Umstand besonders auf.

Das ist also ein Grind-, ein Spawn- und Balancing Problem und dennoch macht der Shooter, und das ist die Hauptsache, richtig Spaß. Denn sobald man mit seinen Freunden zusammen Punkte absichert, oder einen Panzer in mühsamer Kleinarbeit mit Panzerfäusten in die Knie zwingt, kommt ein Gefühl der Befriedigung auf, das andere Shooter nicht liefern.

Heroes and Generals liefert also zunächst standardmäßige Shooterkost, die ein wenig sperrig daher kommt, allerdings auch sehr gut belohnt und mit seinem System die Freude über eine neue Waffe mehr als nur eine Stunde liefert und das für umsonst.

Beim Thema Jugendschutz sind hier die Eltern gefordert, denn das Produkt ist aktuell noch nicht von des USK eingestuft und damit ohne weiteres installierbar und nicht im Jugendschutzfilter. Dabei würde das Spiel im Test aufgrund der vorhandenen Shootermechaniken, der Kriegsdarstellung und dem geforderten Töten von Menschen zum Erreichen des Spielziels, wohl mindestens ein USK 16 erhalten. Hinzu kommen Microtransaktionen, die wie zum Beispiel beim General mit ca. 40 € auch mal heftig zu Buche schlagen können.

Einen Test des Strategieteils werde ich nachreichen sobald ich dazu gekommen bin mir das nötige Kleingeld zu erspielen. also wohl nicht mehr dieses Jahr.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Virginia

Ich stelle mich in einer Schlange an, die auf eine Bühne führt. Eine Frau prüft jeden Namen der Personen vor mir mit einer Liste in ihrer Hand. Das rote Licht der Backstage Beleuchtung wirkt bedrohlich, aber das applaudierende Publikum weckt meine Neugierde. Einer nach dem anderen werden sie von der Frau zur Bühne geschickt. Nun bin ich dran. Die Frau prüft meinen Namen, ohne mich zu fragen wie ich heiße. Mit einer Geste deutet sie auf die Bühne und ich gehe los. Blitzlichter, Applaus, ein gefüllter Saal und ein älterer Herr an einem Rednerpult. Er lächelt mich an, reicht mir die Hand und sagt kein Wort. Ich erwidere die Geste und schaue mich um. „Department of Justice Federal Bureau of Investigation“, prangert die große Flagge hinter mir an der Wand. Der Mann überreicht mir schweigend einen Ausweis mit den großen Lettern F-B-I. Applaus aus dem Publikum, Blitzlichter, dann Stille. Alle sind fort. Ich stehe allein auf der Bühne und höre nur ein monotones Piepen wie in einem Krankenhaus. Es kommt von einem Kassettenrekorder hinter mir. Ich schalte ihn aus. Stille.


Mit Verginia präsentiert das junge Entwicklerstudio Variable State sein Erstlingswerk, welches im September 2016 von 505 Games veröffentlicht wurde. Dieses recht kurze Spiel ist sehr schnell, sehr bekannt geworden, denn es unterscheidet sich in einem Punkt grundlegen von anderen Genre-Vertretern der Adventure-Spiele. Obwohl wir im ganzen Spiel mit Personen interagieren, wird kein einziges Wort gesprochen.

Handlung

Wir spielen eine junge FBI Absolventin namens Anne Tarver und erleben das Spiel aus ihrer Perspektive. Gleich zu Beginn werden wir einer Kollegin namens Halperin zugeteilt. Mit ihr zusammen bearbeiten wir den Fall um einen verschwundenen Jungen. Zugleich erleben wir die Geschichte um unsere FBI Kollegin und uns selbst. Ohne die Möglichkeit des Dialogs, müssen wir die Handlung durch genaues Beobachten der Szenerie erfassen. Trotz dieser begrenzten Möglichkeiten schafft es das Spiel eine dichte Spannung aufzubauen. Für jede neue Erkenntnis in der Geschichte stellen wir uns neue Fragen, die wir ergründen wollen. Dabei setzt das Spiel auf unsere eigene Interpretation der Geschehnisse und bietet bis zuletzt keine klaren Antworten. Metaphern, Träume und reale Handlungen vermischen sich im Spielfortschritt, sodass keine zwei Spieler alles identisch auffassen werden.

Gameplay

Wir steuern die Hauptfigur aus der Ich-Perspektive. Über die Handlung hinweg springen wir zwischen verschiedenen Orten, die uns jeweils ein begrenztes Areal zur freien Erkundung bieten. Hier kommt es nun darauf an, dass wir nach Details Ausschau halten und die wenigen, teils versteckten Gegenstände finden. So entdecken wir vielleicht einen persönlichen Gegenstand aus einer zuvor besichtigten Wohnung an einem anderen Ort und können so vermuten, dass die Person hier gewesen sein muss. Oder wir blicken hinter die Kulissen einer scheinbar normalen Familie, indem wir aus Familienfotos, den getrennten Ehebetten und dem Verhalten des streng religiösen Vaters Schlüsse über das Verschwinden des Sohnes ziehen. Mit den gesammelten Gegenständen können wir im weiteren Verlauf nichts tun. Das Aufsammeln dient lediglich der Verinnerlichung, dass wir diesen Hinweis gefunden haben. Jeder Ort, den wir besuchen, hat ein deutliches Ende und sobald wir dieses betreten oder damit interagieren, springen wir weiter in der Handlung. Dabei kann es passieren, dass wir größere Zeitabschnitte einfach auslassen und wir uns erst einmal orientieren müssen, wann und wo wir uns befinden. Wir entscheiden nicht wohin wir als nächstes gehen, denn das Spiel verläuft strikt linear. Durch diese sehr wenigen Möglichkeiten zu Interagieren und ohne eigene Entscheidungen gibt uns das Spiel den nötigen Freiraum Handlungen zu hinterfragen. Während wir durch die Geschichte geführt werden, können wir Zusammenhänge erkennen und unsere eigenen Theorien verfolgen. Wir sind wie ein Detektiv. Zwar spielen wir die Hauptfigur, erleben aber selbst nur Bruchstücke wie ein Ermittler in einem Fall, der von außen zuschaut. Damit spielt Virginia mit der eigenen Handlung um die FBI Agentin. Das eigentliche Gameplay findet also mehr in unserem Kopf statt, als an der Tastatur.

Technik

Technisch ist Verginia sicher kein Meisterwerk. Aber alle Teile passen hervorragend zum Konzept des Spiels. Die Grafik zeigt sich in einem leicht abstrakten und comichaften Stil, wodurch der Fokus auf die relevanten Dinge gelegt werden kann. Unwichtige Details entfallen einfach, ohne dass es störend wirkt. So sind Bilderrahmen leer, oder die Tastatur hat keine einzelnen Tasten. Die Steuerung ist durch die minimalen Interaktionsmöglichkeiten ebenso simpel wie fehlerfrei. Laufen, umsehen, klicken, fertig. Herausragend ist die Musik im Spiel, welche von einem Orchester eingespielt wurde. Sie ist ein tragendes Element und vermittelt die Stimmung der Szenen klar und deutlich. Ob Ruhe, Spannung, Drama oder Trauer, die Musik sitzt und hat Tiefe.

Jugendgerecht!

Freigegeben wurde Verginia von der USK ab 12 Jahren. Im Spiel gibt es keine Gewaltdarstellung oder Erotik. Zwar tauchen Alkohol und eine Anspielung auf Drogen auf, jedoch ist die Darstellung durch den Stil abstrakt und es wird kein Missbrauch propagiert. Schwieriger sehe hier die sehr komplexe und verwirrende Handlung, die für Kinder unter 12 Jahren wohl nur schwer zu erfassen sein wird. Es könnte aber gerade in der Familie einmal sehr spannend sein, dass Eltern und Kind das Spiel gemeinsam erleben und über die verschiedenen Interpretationen sprechen. Ich habe gemerkt, dass ich vieles auf Grund meiner Erfahrungen in einem anderen Blickwinkel gesehen habe als andere. Ein Kind wird die Situation in der Familie, deren Sohn verschwunden ist, anders begreifen. Das Kind wird die Perspektive des Sohnes einnehmen, Eltern hingehen die von Mutter und Vater.

Fazit

Verginia ist besonders. Wer eine vorgekaute Handlung sucht, in der man ohne viel Nachdenken abschalten kann, ist hier sicherlich falsch. Wer Adventure typisch Gegenstände kombinieren und Rätsel lösen will, geht auch besser weiter. Man muss nicht viel tun, aber sehr viel denken. Man braucht keine Lösung für etwas, sondern macht einfach weiter. Auch sollte man sich nicht scheuen am Ende verwundert und ratlos vor dem Bildschirm zu sitzen. Wen das nicht abschreckt, dem empfehle ich Virginia und wünsche zwei ruhige Stunden vertieft in den eigenen Gedanken.


Jetzt das Let's Play auf YouTube ansehen: Virginia Let's Play Folge 1

Freitag, 30. September 2016

Review Dead by Daylight



Die Jagd

Mein Herz rast, sodass ich jeden einzelnen Schlag höre und spüre wie meine Adern pulsieren. Sofort höre ich auf den Generator vor mir zu reparieren und suche hinter einem kleinen Reifenstapel Deckung. Schon sehe ich einen Hünen von einem Mensch zu meinem Generator rennen.  Er hält etwas in der Hand. Etwas das aussieht wie ein großes Fleischermesser. Jetzt sucht er in der Umgebung, schaut in Schränke und kommt mir Sekunde für Sekunde näher. Schnell überprüfe ich hastig die Umgebung, dort sind ein paar Bretterstapel und eine kleine Hütte. Wenn ich es bis dahin schaffe, so denke ich,  kann ich den grobschlächtigen Mann vielleicht abhängen. Noch einmal umsehen und … Da steht er, fast zwei Meter groß, mit der Waffe erhoben und rennt direkt auf mich zu.
Ob er mich in diesem Schrank findet?


Ich renne los. Stolpere an einem Baum vorbei, in Richtung der Bretterstapel. Er kommt immer näher. Ich kann seine Schritte hören, seinen Atem, seine Gier. Ich werfe den Bretterstapel um, in den der Hüne direkt hineinrennt. Weiter! Ich muss es zur Hütte schaffen, während er sich befreit. Noch fünf Meter, noch zwei, ich bin drin. Schnell versuche ich meinen Atem zu kontrollieren und suche nach Verstecken. Im Keller? Nein, doch dort ist ein Fenster auf der Rückseite, dadurch kann ich entkommen ohne das er mich sieht. Ich schreite hindurch und höre nur ein Klack und auf einmal spüre ich den Schmerz an meinem linken Bein. Eine Bärenfalle. 

Dieser Belohnungseffekt ist einfach unbeschreiblich.
Doch keine Zeit mich der Ohnmacht vor Schmerz hinzugeben, er kommt. Ich zerre an der Falle und versuche mich zu lösen, doch zu spät. Ein Griff wie ein Schraubstock ergreift mich. Die Bärenfalle wie Spielzeug öffnend, legt er mich gleichzeitig auf seine breite Schulter und geht gemütlich wie ein Jäger mit der Beute in Richtung des Hauseingangs und dann in seinen Keller. 

Dead by Daylight

Wenn du jetzt glaubst: Ja, das ist ein toller Film für ein Kino. Dann muss ich dich enttäuschen. Das ist Dead by Daylight, ein PC Spiel, dass dich genau diese Angst und genau in dieser Form spüren lässt.
Du kannst wahlweise bei Dead by Daylight einen von vier Opfern oder den Killer spielen. Dabei ist das Spiel extrem gut, wenn es darum geht Stimmung zu vermitteln. Dies geschieht durch eine tolle Soundkulisse, einen sehr guten Grafikstil und vor allem durchs Gameplay. Die Opfer sind bis auf eine recht nutzlose Taschenlampe völlig wehrlos und müssen sich aufs Verstecken konzentrieren. Dabei ist der Jäger auch noch schneller, sodass er hinter seinen Opfern hinterher jagen kann und immer näher kommt, wenn das Opfer nicht Hindernisse oder Verstecke nutzt.
Einen großen Wert legt Dead by Daylight dabei jedoch auf die Kooperation der Opfer. Diese können sich untereinander heilen, vom Haken holen und gegenseitig beim Reparieren der Generatoren unterstützen. Die Generatoren sind für die Survivor die Möglichkeit zu gewinnen. Sobald fünf Generatoren repariert wurden, sind zwei am Rand der Map verteilte Tore mit Strom versorgt und können von den Überlebenden geöffnet werden. Durch diese ist dann ein Entkommen möglich. Wenn der Killer sehr erfolgreich ist, gibt es für den letzten Überlebenden eine zufällig verteilte Luke, über die ein direktes Entkommen möglich ist. Das Spiel macht einen recht ausgeglichenen Eindruck und es ist eher selten, dass alle Opfer dem Killer entkommen oder alle sterben.
Schon an der Einleitung werdet ihr gemerkt haben, dass ich ein absoluter Fanboy des Spieles bin. Kaum ein Spiel hat mich in so kurzen Runden, diese dauern normal nicht länger als eine viertel Stunde, so emotional an den Charakter gebunden. 

Die Lobbysuche kann schon mal eine Viertelstunde dauern.
Das Manko – Matchmaking

Das ich Dead by Daylight nach etwa einem Monat kaum noch spiele, liegt am Matchmaking System. Sobald zwei Spieler gemeinsam versuchen eine Runde zu initiieren, werden nur selten Spiele mehr gefunden und alle Teilnehmer der Partie müssen, praktisch alle 10 Sekunden auf Bereit klicken. Dies kann mitunter über eine Viertelstunde dauern und sorgt für massiven Frust. Sehr schade, denn bis auf diese Funktion ist alles perfekt und ich kann Dead by Daylight aktuell jedem empfehlen, der eine intensivere Angstkurve wie in einem Horrofilm sucht.
Das Spiel wird über Steam vertrieben, eine Box Variante ist mir bislang nicht bekannt. Für mich sind die knapp 15-20€ eine durchaus gute Investition.  


Lobbyismus in Dead By Daylight: Mit fortlaufenden Patches haben die Entwickler das fehlerhafte Matchmaking ab November 2016 behoben, somit funktioniert das Spiel nun einwandfrei.


 USK 18 ganz klar

Das Spiel hat eine ganz klare USK 18 Wertung. Nach meinem Empfinden ist das Spiel ganz klar für erwachsene Spieler und sollte auch nicht von Kindern und Jugendlichen gespielt werden. Das Spiel ist auch für Erwachsene ein harter Tobak und beweitem nicht für jedermanns Psyche geeignet. 

Freitag, 23. September 2016

Thief 2X –Shadows of the Metal Age

Als alter Fan der Stealth-Action Reihe Thief habe ich mich an die Anfänge zurückbegeben und die Reihe von vorne gestartet. Den ersten Teil Thief: The Dark Project (1998) konnte ich bereits in Gänze genießen und du kannst dir einen Eindruck davon auf meinem Kanal machen (Let's Play Thief Gold HD). Als kleines Häppchen vor dem zweiten Gang habe ich mir die Fan-Mod Thief 2X: Shadows of the Metal Age angesehen.

Handlung


Wie auch die Hauptreihe spielt die Mod im gleichen fiktiven Steampunk-Mittelalter. Anders ist jedoch der Hauptheld, oder besser gesagt die Heldin. Der aus Thief bekannte Meisterdieb Garett tritt beiseite und wir erleben die Geschichte der jungen Zaya. Diese reist als Händlerin aus einem fernen Land in die uns bekannte Welt, um Waren zu verkaufen und ihren Cousin zu treffen. Doch direkt nach ihrer Ankunft wird ihr Schiff entwendet und ihr Cousin ermordet. Allein und gejagt trifft sie auf den mysteriösen Malak, der ihr bei der Suche nach den Mördern ihres Cousins hilft. Sie wird von ihm zur Meisterdiebin ausgebildet und nutzt ihre Fähigkeiten, um an geheime Informationen über die Täter und Gold für den eigenen Beutel zu gelangen. Die Handlung ist zwischen dem ersten und zweiten Ziel von Thief angesiedelt und nimmt Bezug zu Personen in der Geschichte des Hauptspiels.

Quelle: Thief 2X HD Mod (http://www.moddb.com)

Gameplay


Die Modifikation bleibt dem grundlegenden Spielprinzip von Thief: The Dark Project treu. Wir schleichen durch Schatten, weichen Wachen aus oder erledigen sie heimlich, knacken Schlösser und sammeln Informationen, um schließlich an das begehrte Diebesgut zu gelangen. Wer mit dem Spielkonzept von Thief gut zurechtkommt, wird daher auch an der Mod seine Freude haben. Das Missionsdesign ist ähnlich abwechslungsreich und weiß die doch stetig gleichen Mechaniken in immer neuen Settings einzusetzen. Lediglich die Variation der Schwierigkeitsgrade fällt auffallend gering aus. Der einfachste und schwerste Grad unterscheiden sich meist nur durch Kleinigkeiten. Idealer Weise schafft man es Gegner zu umgehen, oder mit einem Hammer K.O. zu schlagen. Falls dies schiefgeht, haben wir für Notfälle aber auch blanken Stahl dabei. Es heißt also taktieren, planen und vorsichtig agieren, wenn man zum Ziel kommen will. Dennoch bringt die Mod auch ein wenig frischen Wind mit sich. Es gibt ein paar neue Items und Werkzeuge. So erhalten unter anderem Feuer, Wasser und andere Elementpfeile eine zweite Funktion. Ein Eispfeil erzeugt eine kleine Plattform im Wasser, auf der man stehen kann, und ein Lichtpfeil bringt Licht in entlegene Ecken. Efeupfeile funktionieren wie Seilpfeile, nur auch an Metallgittern. Auch wird ein stärkerer Fokus auf Rätsel und Verstecke gelegt, welche sonst in Thief eher eine Randerscheinung sind.

Technik


Technisch liegt die Mod auf gleichem Niveau wie die ersten beiden Teile, die sich in dieser Hinsicht ebenfalls nur gering voneinander unterscheiden. Wie auch in Teil 1 habe ich einen HD-Mod installiert, um die Grafik ein Stückweit erträglicher zu machen. Immerhin stammt die Technik noch aus 1998 und ist damit in 2016 schon stolze 18 Jahre alt. Die heute noch immer aktive Community lässt nicht locker und so erscheint auch bald für Teil 2 eine Reihe von neuen Modifikationen. Die Sprachausgabe gibt es hier jedoch nur in Englisch, aber mit einem Deutsch-Patch der Community erhalten wir immerhin Untertitel. Für eine Modifikation leisten die Sprecher eine sehr solide Arbeit, was schon in manch professionellen Titeln deutlich schlechter ausfiel.

Jugendgerecht?


Als kostenlose Modifikation zum Herunterladen erhält Thief 2X Shadows of the Matel Age keine Alterseinstufung durch die USK. Das zugehörige Hauptspiel Thief 2 wurde als USK 16 eingestuft. Maßgeblich sind hierfür vermutlich die bedrohliche Stimmung und die Gewaltdarstellung durch Blut und die Möglichkeit des Mords an Gegnerfiguren. Die Modifikation ist in diesen Dingen auf gleichem Niveau, zudem jedoch freizügiger in der Darstellung von Personen. Unser Let’s Play wurde in diesen Stellen zensiert, um den Jugendrichtlinien von YouTube zu entsprechen.

Fazit


Die Mod zum zweiten Teil, welche ursprünglich aus der Auflösung des Entwicklerstudios Looking Glass als Fan inspirierter Abschluss der Reihe entstand, wurde eine schöne Eigeninterpretation, die auch nach dem Reboot nicht ihre Daseinsberechtigung verloren hat. Als Fazit kann ich jedem der die alten Teile mag auch die Mod nur ans Herz legen.
Ich verlinke euch die Mod, Patches und die Videos auf meinem Kanal und hier unter dem Artikel. Habt ihr die Mod oder die anderen Teile gespielt? Falls ja, lasst doch mal einen Kommentar da und nennt eure Lieblingsmomente oder den eurer Meinung nach besten Teil.

Links

Thief 2X
Alle Folgen Let's Play Thief 2X HD 
HD Texturen Thief 2X HD Mod

Social Media

Montag, 30. Mai 2016

Stellaris - Einsteigerfreundliches 4X Strategiespiel

Ich bin nun seit ca. 2 Jahren ein Fan des Publishers Paradox. Die Spiele Europa Universalis und Cities Skyline haben mich davon überzeugt, dass kleine Studios manchmal mehr Herzblut an den Tag legen und damit besseres Schaffen als die Majorplayer. Ja Electronics Art, dieser Seitenhieb zielt auf SimCity. Mit dem Release seiner Spiele auf Steam scheint Paradox nun das Nischendasein zu verlassen und ein breiteres Publikum zu erreichen. Doch schauen wir einmal ob diese breite Aufstellung dem neuesten Spiel Stellaris, einem 4X pausierbaren-Echtzeit-Weltraumstrategiespiel schadet, oder diesem absoluten Nischengenre endlich zu mehr Aufmerksamkeit verhilft.

Rasseneditor mit einer mächtigen Auswahl.
In Stellaris verlässt man mit seiner Rasse, den eigenen Planeten um ein Imperium in der Galaxie zu erschaffen. Doch zuerst baut man diese Rasse. Dabei hat Stellaris einen wirklich gut gelungenen Editor eingebaut, der praktisch keine Wünsche offenlässt. Ob als despotisches Tentakelmonster, friedlicher Raptor oder kollektivistisch, pazifistischer Vogel, die Möglichkeiten sind enorm. Noch schnell die Waffen und Reisewahl festgelegt und schon kann meine ganz eigene Interpretation der ORls an den Start gehen. Sehr gut finde ich auch, dass die erschaffenen Rassen für deine anderen Partien verwendet werden können. So erhält Stellaris mit jeder Partie eine detailliertere Welt nach euren Vorstellungen. So treten bei mir mittlerweile fanatischen Eulen und profitgierige Echsen, meine eigene Interpretation der Teladi aus X³ Terran Conflict, gegen mich an. 

Ich wollte schon immer meinen eigenen ORl-of-Duty besitzen.
Im Spiel selbst ist Stellaris dann sehr detailreich und komplex, doch hat Paradox erstmals ein Tutorialroboter zur Seite gestellt, der über sämtliche Spielmechaniken Informiert, einem die Grundmechaniken beibringt und auch im Multiplayer funktioniert. Schade nur, dass die Informationen nur einmal aufpoppen und dann im Spiel nicht mehr nachgeschlagen werden können. Hier wäre ein kleines, wahrscheinlich doch eher ein größeres, Kompendium wirklich angebracht gewesen.

Aufgrund meiner Erfahrung mit Paradox erwies sich der Einstieg für mich als sehr einfach, doch auch H3adless der praktisch noch keine größere Erfahrung mit 4x Spielen dieser Art gemacht hat, kam nach ein zwei Partien ins Spiel. Somit ist Stellaris sicher das bislang einsteigerfreundlichste 4x das ich kenne. So wird das Forschungssystem, sowie das Erstellen von Sektoren und deren Nutzen super vermittelt.

Am Anfang des Spiels steht das erkunden der Galaxie. Ressourcen müssen gefunden, Anomalien untersucht und das Verhalten von Aliens erforscht werden. Dies passiert in kleinen, toll geschriebenen Textpassagen und die Geschichten und Folgen daraus sind echt spitze und halten den Spieler gut auf Trab. So ist für mich auch der Einstieg in die Welt jedes Mal äußerst spannend und egal ob es größere Questreihen auf der Suche nach alten Völkern und deren Technologie ist, oder kleinere wie die Zerstörung eines Asteroiden, der einen Planeten bedroht. Alles ist möglich und gut gelöst.
Eine Midgame Galaxiekarte

Natürlich findet man in dieser Zeit auch andere Völker, die die Galaxie bewohnen und ihren eigenen Herrschaftsanspruch gelten machen. Bei den NPCs gibt es auch hier eine gute Abwechslung. So können am Spielstart einige Nationen mit einem Spielvorteil versehen werden, der die Völker schneller wachsen lässt und es gibt auch sogenannte Gefallene Reiche, die zwar extrem stark sind, sich jedoch nicht mehr weiter ausbreiten. Dies sorgt im mittleren Spielsegment für einige Spannungen und eventuell auch für starke Bündnisse, doch gerade hier kommt in meinen Augen eine Schwäche ins Spiel. Das Diplomatie System ist zu starr und die Nationen untereinander nicht genug verwoben. Es ist praktisch immer absehbar, dass nur Bündnispartner in einen Krieg einsteigen und selbst wenn ich kein Bündnis habe, kann ich mich einem Krieg nicht anschließen, sondern muss meinen eigenen Krieg erstellen. Doch auch abseits der Kriege ist das Handelssystem nicht sehr ermunternd. Wenn ich nicht gerade ein absolute Top-Beziehung mit dem Gegenüber habe, sind sämtliche Handelsangebote immer abgelehnt, und auch bei sehr guten Beziehungen, lässt der Gegner meine Truppen nicht durch sein Territorium fliegen. Dies war in den EU teilen deutlich interessanter gelöst. Auch die Forderungen die aus einem Krieg resultieren sind nicht sehr abwechslungsreich, vasallisieren, Planeten abtreten oder Planeten befreien. Tributzahlungen, Religionsübernahme oder Versklavung gibt es leider nicht. Diese Forderungen müssen auch vor dem Krieg entschieden werden und können nicht im Kriegsverlauf verändert werden.

Trotzdem ist der Krieg eine optische Augenweide. Insbesondere wenn man sehr nah an das geschehen zoomt. Schade nur, dass man während einer Schlacht keinen Einfluss mehr hat außer mehr Truppen zu schicken oder den Rückzug zu beordern. Schade auch, dass der sehr gute Schiffsdesigner nicht auch für Bodentruppen genutzt wird. Der Angriff auf Planeten selbst dürfte auch gerne noch detaillierter verlaufen, hier schaut man nur auf Kreise die langsam Rot werden. 

Im Späteren Spielverlauf sollen dann andere Alienrassen die Galaxy angreifen, es zu einem Roboteraufstand kommen oder vielleicht erstarkt eines der gefallenen Reiche zu neuem Ruhm und beginnt sich wieder auszubreiten. Doch bis dato bin ich dazu leider noch nicht gekommen. Der Editor ist zu gut und ich möchte immer wieder neuen Rassen ausprobieren, deswegen bin ich trotz mehr als 100 Stunden noch nicht im Lategame angekommen. 

Zur Technik habe ich natürlich auch noch so einiges zu sagen. Das Spiel läuft bei mir sehr flüssig, Bugs die das Spiel abstürzen lassen sind noch keine dabei gewesen und auch der Multiplayer mit einer genialen Hot-Join funktioniert läuft tadellos. Dazu sieht das Spiel auch noch in den Raumschlachten grandios aus. Das Design ist clean und sehr übersichtlich, auch wenn es an einigen Stellen noch Verbesserungspotenzial gibt, was die Steuerbarkeit anbelangt. 

Bei Jugendschutz ist ein FSK 6 veranschlagt worden und dass ist durchaus verständlich, denn obwohl es Kriege, Sklaverei und sogar Säuberungsmaßnahmen gibt, sind diese nicht brutal dargestellt und werden immer aus einer ordentlichen Entfernung gesehen. Zudem vermittelt das Spiel wunderbar wie vielfältig das Leben ist und wie zum Beispiel Konflikte entstehen. Doch ist das Spiel auch sehr komplex und gemächlich, deswegen würde ich dieses Spiel eher für ein älteres Publikum sehen.
Als Eltern solltet ihr euch bewusst sein, dass bei diesem Spiel eine Stunde Spielzeit praktisch nichts ist und eine Partie deutlich länger als 10 Stunden dauern kann. Natürlich speicherbar, doch auch ein Wiedereinstieg in eine Partie braucht seine Zeit, einfach aufgrund des Spielumfangs.


Schlussendlich bin ich sehr zufrieden mit dem Spiel und ich glaube Paradox steuert mit dieser Art der 4x Titeln einer wunderbaren Zukunft entgegen. Ich bin auch nach 100 Stunden noch sehr motiviert, habe noch nicht alles erforscht und auch für Strategiefans, die im 4x noch Neulinge sind, ist der Einstieg in diese Art der Spiele noch nie einfacher oder besser gestaltet worden. Hut ab vor Stellaris, ein wirklich gutes Spiel.

Freitag, 1. Januar 2016

Mein Spiel des Jahres 2015


Mein Spiel des Jahres.

Das Spielejahr 2015 geht zu Ende und es ist an der Zeit einmal inne zu halten und zu resümieren. Deswegen fasse ich euch eben einmal meine Top 5 des Jahres 2015 zusammen und gebe euch eine kurze Begründung weshalb das Spiel für mich so gut war. Natürlich bewerte ich nur Spiele die ich selbst gespielt habe, weshalb dieses Ranking nur rein subjektiv ist und Spiele wie Anno 2205, Bloodborne und Forza 6 es nicht schaffen konnten. Auch gibt es eine ganze Reihe an Spielen die super waren es jedoch nicht in mein Ranking geschafft haben. Dazu gehören: Rocket League, Call of Duty Black Ops III und Ori and the Blind Forest.

Platz 5: Cities Skyline
Cities Skyline ist einer der Titel die man auch Wochen und Monate später immer mal wieder ausgraben kann um entspannt eine Stadt zu gründen und in die Welt von Straßen und Häusern abzutauchen. Dabei macht es praktisch alles besser als das aktuelle SimCity.


Platz 4: Witcher 3 Wild Hunt

Witcher 3 habe ich gefeiert. Die Grafik ist Bombe und die Quests haben Stories, die mich absolut umgehauen haben. So ist die Questreihe zum roten Baron, die wohl beste, die ich jemals gespielt habe. Doch zur Krone fehlt mir dann doch noch ein wenig. Die NPCs sind zu stumm und reden nur, wenn sie was questrelevantes zu sagen haben oder Händler sind.


Platz 3: Dirt Rally

Dirt Rally ist fies, schmutzig und schnell. Ein sehr gutes Rennspiel, das jedoch ein wenig einsteigerfreundlicher und ein paar mehr Menüs haben dürfte. Dennoch eine Offenbarung im Rennspielgenre, die ich so seit Gran Turimos II nicht mehr hatte.



Platz 2: Fallout 4
Fallout 4 ist klasse. Ein schön düsteres Rollenspiel, das jedoch ähnlich wie The Witcher zu wenig umhören erfordert und ein zu einfaches Sprachsystem verwendet. Durch seine klasse Welt mit den vielen kleinen Gimmicks und dem neuen Bausystem ist es für mich dennoch das bessere Rollenspiel. Wenn auch nicht mein Spiel des Jahres.


Gewinner: Kerbal Space Programm

Kerbal Space Programm macht einfach alles richtig. Es ist fordernd und der Mix aus Bauen und testen ist genau richtig. Auch fühlt es sich einfach unbeschreiblich gut an endlich auf seinem Ziel zu landen und mit den kleinen grünen Kerbalianern zu Forschen. Ich liebe es einfach, wenn ein Plan funktioniert.

Allgemein ist das Jahr 2015 ein absoluter spielerischer Erfolg, der nur vom Top-Jahr 1998 getoppt werden könnte. Selten gab es so viele Top-Spiele in einem Jahr. Ich hatte dieses Jahr nicht einen Fehlkauf und bin sehr zufrieden. Wir als Gamingcommunity sollten jedoch noch mehr auf Publisher einwirken um Prozedere wie DayOne Patch, Anmeldepflichten und Microtransaktionen abzustrafen. 

Deswegen möchte ich hier auch noch einmal The Witcher und www.gog.com hervorheben, die komplett ohne Registrierungspflicht und DRM auskommen und damit eine Vorzeige Rolle darstellen, mit über 6 Millionen verkauften Einheiten ein eindrucksvolles Beispiel wie überflüssig dieser Kopierschutz

Dienstag, 22. Dezember 2015

Dirt: Rally - Ersteindruck

Codemasters verspricht mit Dirt: Rally die Revolution seines Rennkonzeptes zu mehr Simulation. Ich habe mir das Rennspiel angeschaut und bin beeindruckt.

Dirt: Rally ist fies, schmutzig und macht spielerisch einen extrem ehrlichen Eindruck. Doch schauen wir uns zuerst, dass Layout an. Codemasters Typisch ist das Menü sehr aufgeräumt und dadurch leicht verständlich und zielführend. Bislang habe ich mich vor allem auf den Karriere Modus konzentriert und bin davon ausgegangen, hier langsam an mein Ziel geführt zu werden.

Genre Typisch kann man sich in der Karriere erstmal eines von zwei verfügbaren Einsteiger Fahrzeugen wählen. Ich habe mich für den Mini Cooper von 1960 entschieden. Eine frontgetriebene Rennsemmel die mit 600kg über ein sehr gutes Gewicht-Leistungsverhältnis verfügt.

Da sich der Wagen mit seinem Frontantrieb gut Steuern lässt und angenehm flott dabei ist, habe ich mich sofort wohl gefühlt. Das Auto ist präzise und Fehler die ich begehe sind direkt für mich nachvollziehbar. Somit habe ich die erste Rennsaison auch sehr abgefeiert.

Überraschend war für mich die Länge dieser Saison. 6 Veranstaltungen mit je 4 Wertungsprüfungen. Jede dieser Wertungsprüfungen ist mit bis zu 8km Länge und gut 5 Minuten lang für einen ungeübten Fahrer, wie ich es bin, eine gute Herausforderung in Punkto Konzentration. Die Gegner die man leider nicht auf der Strecke findet sind nicht ohne. So habe ich selbst in dieser ersten Klasse keine Etappe gewonnen. Da ich den Mini meines Erachtens nach Recht kontrolliert gefahren bin, wollte ich dennoch die nächste Gruppe an Fahrzeugen austesten.


Mein Geld reichte für einen neuen Lancia Stratos, mit einem Mittelmotor und einem Heckantrieb würde sich nun zeigen, wie sehr das Spiel Arcade oder Simulation ist. Nach dem Mini bin ich davon ausgegangen, dass das Auto schwerer zu Händeln sein wird, aber dennoch kein Problem ist. Schwer Gefehlt. Vor der ersten Etappe einer Veranstaltung können insgesamt 10 Testfahrten gemacht werden. Die Teststrecke beinhaltet das erste ca. 1 Minute lange Teilstück der ersten Etappe. Drei der Versuche waren Totalschäden, bei fünf der Tests war das Auto so stark beschädigt, das eine Tür und oder Reifen fehlte und ich die Strecke wohl kaum beendet hätte, bei den anderen beiden bin ich so vorsichtig gefahren, dass ich mehr als 3 Minuten für den Abschnitt gebraucht hätte. Dabei zeigte sich das vor allem die Tastatur als Steuermethode völlig überfordert ist. Das Auto lässt sich nicht kontrolliert anfahren, da die Tastatur nur Vollgas oder Leerlauf kennt. Hier ist ein Gamepad deren Schultertasten eine Justierung erlauben Pflicht, besser noch ein Force Feedback Lenkrad.

Ich wollte somit den Versuch erst einmal aussetzen und später mit Gamepad erneut versuchen. Dabei zeigt sich, dass Codemaster bei den Möglichkeiten der Karriere zu spartanisch vorgegangen ist. Ich kann die laufende Saison nicht abbrechen und muss bei den Rennen an den Start gehen.  Selbst dann kann ich erst im aktiven Rennen aufgeben. Bedeutet ich komme nur dann zu meinem Mini zurück, wenn ich eine Menge Ladezeiten aushalte, um mir jedes Mal wieder meine Selbstüberschätzung einzugestehen. So sind es in der ersten Saison 24 ungewollte Starts oder wenn man sich zu Schrott fährt immerhin 6. Gar nicht angenehm Codemasters, das ist eine Funktion die sollte immer Standard sein.

Als ich dann dieses persönliche Martyrium beendet habe, konnte ich endlich wieder Mini fahren. Doch nun ist meine rosarote Brille des tollen Renngefühls und der schicken Präsentation verflogen und ich schaue mir den Karriere Modus genauer an. Weshalb kann ich nicht die Schwierigkeit auswählen? Ich bin in der ersten Meisterschaft zweiter geworden und darf diese nun nicht noch einmal fahren. Ich kann auch nicht eine Area gezielt ansteuern, sondern muss immer dem Rennkalender folgen. Bedeutet, wenn ich mich auf den Schotterpisten Finnlands verbessern möchte, muss ich erst die anderen Abschnitte fahren. Ich muss also aus dem Karrieremodus raus und die Strecken einzeln anwählen. Dann mein Auto neu einstellen und Verbesserungen installieren.


Das hat Codemasters also einfach mal versaut. Der Karrieremodus wird für mich dadurch zur Qual, die ich wohl nicht weiter verfolge. Doch ich werde noch nicht aufgeben. Dirt: Rally ist zu gut in seinem eigentlichen Handwerk. Ich schaue mir also als nächstes den Rally Cross Modus an.

Die Auswahl der Fahrzeuge lässt mich allerdings schon zweifeln. Nur Autos mit etwa 600PS sind für diesen Modus auswählbar. Ich bin schon bei den 100PS des Minis gut gefordert und befürchtete dass dies noch schlimmer wird als mit dem oben erwähnten Lancia Stratos. Gleich die ersten Testfahrten bestätigten dies. Zwar verfügt der Bolide über ABS, Allrad und zudem ist der Wagen um einiges besser ausbalanciert als der Stratos, dennoch ist der Wagen für die Strecke überdimensioniert und ich fliege nur so von Bande zu Bande. Hier fehlt die Auswahl kleinerer Boliden, die mir ermöglichen mich mit dem Modus anzufreunden und an die Leistung der größeren Fahrzeuge zu gewönnen.

Mein erster Eindruck ist „Boah, was ein geiles Rennspiel!“ Und das bleibt auch später so. Codemasters ist bei seinem Handwerk unglaublich gut. Ein super detailliertes Schadensmodell und eine sehr detailreiche Cockpit Innenansicht macht dabei den Unterschied zu Forza und Gran Turismo. Doch dieses Spiel hat auch eine unglaublich Frustzone, das liegt jedoch an den zwar übersichtlichen jedoch zu spartanischen Menüs und der kaum vorhandenen Möglichkeit das Spiel zu lernen. Hier lässt es Federn und es ist extrem traurig, dass Codemasters auch im mittlerweile fünften Teil der Serie keinen vernünftigen Karriere Modus hinbekommt.

Eine Empfehlung kann ich somit leider nur für fortgeschrittene Rennfahrer aussprechen. Grundkenntnisse im Kurvenfahren und Fahrverhalten von Autos werden hier vorausgesetzt. Die Lernkurve setzt sehr hoch an und stellt für ungeübte Fahrer eine Frustschwelle dar, die dann einfach keinen Spaß macht. Außerdem sollte als Equipment mindestens ein Gamepad zur Verfügung stehen, um die Fahrzeuge vernünftig steuern zu können.

Das Spiel ist ab 6 Jahren freigegeben und hat keinerlei jugendgefährdende Inhalte, im Gegenteil wenn man mit seinem Auto von der Strecke abkommt und droht in die Zuschauer zu krachen wird frühzeitig abgebrochen, dass Auto zurück auf die Straße gesetzt und der Fahrer mit einer Zeitstrafe belegt. Aufgrund der Schwierigkeit des Spiels würde ich jedoch als erstes Rennspiel zunächst ein einfacheres wählen.

Freitag, 4. Dezember 2015

Fallout 4 - Ersteindruck


Sicherlich einer der Top-Titel des Jahres 2015. Fallout 4 ist für mich dennoch ein zweischneidiges Schwert.
Bethesda beging mit Fallout 4 eine ungewöhnliche Marketingstrategie. Lange war gar nichts von dem Spiel zu hören. Erst im Juni gab es auf der E3 erste Informationen über das Spiel und dann gleich mit dem Termin für Mitte November. Ich wünsche mir, dass dies in Zukunft öfters passiert. Den Entwicklern wurde dadurch offensichtlich der Druck genommen, bis eine Veröffentlichung sinnvoll möglich ist. Dies scheint sich auch direkt Bezahlt zu machen, denn das Spiel weißt für seine große Openworld erstaunlich wenig Fehler auf. Abstürze kommen jedoch sporadisch und recht selten vor.

Serientypisch versucht man sich als Atomkrieg-Überlebender im Ödland einer größeren amerikanischen Stadt durchzuschlagen, diesmal Boston. Dabei haben wir bei diesem Egoshooter Rollenspiel, Bethesda typisch, große Freiheiten unser Spiel zu gestalten. Wir haben eine große offene Spielwelt mit beinahe unendlich vielen skurrilen Szenen, Begegnungen und Anspielungen auf die heutige Welt.
Bei uns in der  E=NC² haben wir gleich mehrere Spieler, die sich dieses Spiel gekauft haben und dabei völlig unterschiedliche Strategien nutzen. Während H3adless vorzugsweise mit Scharfschützen Gewehren aus sicherer Entfernung agiert, stürzt sich Vandalgrimm mit einer Machete bewaffnet in den Nahkampf mit Ghulen und Raidern und lässt dabei die Fetzen fliegen. Ich hingegen freue mich über mein kleines Baby genannt „Rechtmäßige Herrschaft“, einem stark modifizierten Lasergewehr, mit hoher Feuerrate und zusätzlichem Brandschaden. 

Welcher Weg der Beste ist? Egal. Der der euch am meisten Spaß bereitet. Genau aus diesem Prinzip schöpft Fallout4 seine Faszination. Die Welt ist vielfältig mit sehr vielen Möglichkeiten. So ist es diesmal auch möglich Städte aufzubauen und mit Leben zu füllen.
Leider bleibt Fallout 4 auch bei einigen Macken weiterhin serientypisch. Es gibt oft, gefühlt sogar öfters als in Fallout 3, nur die Möglichkeit mit Waffen zu hantieren. Einen Diplomatischen Lösungsweg vermisse ich des Öfteren. Sehr schade, hatte ich doch gehofft mich den Raidern anzuschließen. Auch die Hauptstory ist serientypisch von wenig Belang und wirkt aufgesetzt als Mittel um mich in die tolle Welt zu schmeißen. Bei diesem Punkt muss ich jedoch gestehen, dass alle E=NC² gleich gehandelt haben. Wir sind nach kurzer Zeit von der Hauptstory abgewichen und haben die vielversprechende Openworld erkundet. Dementsprechend spreche ich hier nur über die ersten paar Stunden der Story und kann nicht mit Sicherheit sagen ob sie später besser wird.   
Das Game Play ist diesmal ziemlich gut umgesetzt und auch dass das Spiel ungeschnitten nach Deutschland gekommen ist, betrachte ich als großen Vorteil. Doch dazu später noch mehr. Das Game Play bietet die Möglichkeit zwischen First- und Thirdperson zu wechseln und hat zusätzlich noch einen V.A.T.S. Modus, in dem man Angriffe auf Körperteile und Schwachstellen gezielt nutzen kann. Im Gegensatz zum Vorgänger läuft dabei im V.A.T.S. Modus nun jedoch die Zeit verlangsamt weiter und der Spieler kann nicht mehr erst in aller Ruhe die Gegner studieren und sich noch einen Kaffee holen bevor er loslegt. Nun, ja es gibt immer noch die Möglichkeit zu pausieren, auf den Kaffee braucht also keiner verzichten. Doch das V.A.T.S. fordert den Spieler nun mehr. Grundsätzlich finde ich es gut, solche Funktionen live ablaufen zu lassen, das behält dich Spannung bei. Doch nutze ich selbst den V.A.T.S. Modus so gut wie überhaupt nicht. Wie gesagt kämpfe ich auf mittlerer Distanz und da stört mich dieser Wechsel der Perspektive und lässt mich den Überblick aus dem Spielgeschehen verlieren.

Außerdem ist für mich die Immersion im dem Spiel so gut, dass ich mich nicht herausreißen lassen möchte. Die Immersion ist für mich bei Fallout übrigens das Größte. Die alternative US-Welt ist fantastisch und angenehm schrullig. Dabei zögert Bethesda nicht und nimmt die Welt von Fallout und von uns angenehm und dennoch ziemlich direkt auf die Schippe.  Als kleines Beispiel fungiert hier ein toter Priester den ich letztens in einer Kirche gefunden habe. Er lag über dem Rednerpult über einem unleserlich verbrannten Buch. In den Fächern darunter lagen dann zwei Bündel Geld und eine Pistole. 
Diese Art der Metaphern findet man überall in der Welt verstreut und sorgen immer wieder für ein herzhaftes Lachen, oder um es mit den Worten des Comedian Chris Tall zu sagen: „Darf man das?“  Ja, bitte immer mehr davon. Das Spiel legt einen herrlich erwachsenen, selbstironischen und tief schwarzen Humor an den Tag.

In den Kämpfen fliegen Körperteile, die Gegner reagieren auf Treffer und sowohl die Sterbesequenz der Todeskralle, wie auch die, wenn man selbst von einer Todeskralle getötet wird, sind nicht ohne. Das Spiel richtet sich an Erwachsene und sollte auch nur von solchen gespielt werden. Das Spiel verfügt über viel Blut, sehr viel Blut. Der Tot ist allgegenwertig und die Stimmung zuweilen sehr gruselig. Der Spieler kann Drogen nehmen und von diesen Abhängig werden. Gleichzeitig können jedoch Schäden mit einem einfachen Stimpack behandelt werden, als wäre es nichts.
Die Rote 18 der USK prangt vollkommen zu Recht auf dem Cover und selbst dann ist das Spiel nichts für Zartbesaitete. Dennoch, das Vorkommen der Gewalt unterstreicht die raue und böse neue Welt und passt hervorragenden ins Setting.

Ist es das beste Fallout aller Zeiten? Nein, ich glaube nicht. Dafür ist der Fortschritt seit dem dritten Teil zu marginal, auch ist die Welt mir noch zu klar in Gut und Böse unterteilt und Grau gibt es zu wenig. Auch die Menüführung und Sortiermöglichkeiten sind noch zu unübersichtlich.  Die Neuerungen wie das Siedlungsmenü und die neuen Waffenmodifikationen sind zwar gut implementiert, doch auch noch ein wenig sperrig und ausbaufähig.
Fallout 4 ist gut, sehr gut sogar, dennoch hat es mich bislang nicht so umgehauen wie Fallout 3 und hat auch nicht die Masse an Möglichkeiten eines Fallout New Vegas.  Würde ich es mir wieder kaufen? Aber klar doch. Ich werde mit diesem Teil mehrere hundert Stunden Spaß haben.